Zwischen System und Schatten

Über Kontrolle, Schmerz und Selbstbestimmung

Manchmal fühlt es sich so an, als würden wir nur noch funktionieren. Als wären wir ein Zahn im Getriebe, ein Code in einem System, das uns sagt, wie wir zu sein haben. Genau das habe ich in meinem Song „Du bist die Funktion“ verarbeitet. Es ist ein Lied über den Druck, perfekt zu sein, über Erwartungen, die uns formen, und über die kleinen Momente, in denen man merkt: „Ich weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin.“

Stell dir vor, du gehst auf Schienen, Schritt für Schritt, und niemand fragt, wie es dir wirklich geht. Augen aus Glas, Maschinenflüstern, ein Takt, der nie endet. Jeder kleine Fehler wird registriert, jeder falsche Blick könnte dich ersetzen. Aber tief in einem selbst schlägt noch ein Funken. Ein Flackern, das sich nicht unterdrücken lässt – der Beginn deiner kleinen, stillen Revolution.

Frage an dich:
Wann hast du das letzte Mal gespürt, dass du nur noch eine „Funktion“ warst? Konntest du dich dagegen auflehnen?


Niemand fragt dich – Nobody Asks

Und dann gibt es die Momente, in denen die Welt uns direkt sagt: „Knie dich hin, du bist ein Sünder“ – oder so ähnlich. Ich habe das selbst erlebt, und es hat sich in meinem Song „Nobody Asks“ widerspiegelt. Hier geht es um das Gefühl, benutzt und gebraucht zu werden, während niemand wirklich fragt, wie man sich fühlt. Dein Schmerz wird in Regeln und Erwartungen gebaut, während du still bleibst.

In „Nobody Asks“ habe ich versucht, dieses Gefühl in eine Geschichte zu packen: Kerzen flackern, Schatten huschen, Stimmen sagen dir, wie du zu handeln hast – doch inmitten all dessen findest du deine eigene Stimme. Du musst keine Ketten akzeptieren, keinen Gott fürchten, keinen fremden Willen erfüllen. Niemand fragt dich, aber du entscheidest selbst, wie du gehst, wie du stehst, wie du lebst.

Frage an dich:
Wann hast du dich das letzte Mal gegen Regeln, Erwartungen oder Druck durchgesetzt – auch wenn niemand dich danach gefragt hat?


Eine Reise von Kontrolle zu Freiheit

Beide Songs zusammen erzählen eine Reise: vom Gefühl der Funktion, des ständigen Gehorsams, hin zu Selbstbestimmung und innerer Freiheit. Es ist die Geschichte davon, wie man die eigenen Ketten sprengt, auch wenn niemand zuschaut. Es ist düster, ja, aber es ist auch befreiend. Musik wird so zu einem Ventil – zum Verarbeiten, zum Ausdrücken, zum Überleben.

Wenn du Lust hast, die Songs direkt zu hören:
🎵 YouTube


Musik als Ausdruck

Musik ist für mich nicht nur Klang, sie ist Reflexion, Therapie und Ausdruck. Und genau darum möchte ich auch danke sagen an alle, die zuhören, mitfühlen und kommentieren. Jeder von euch, der sich in diesen Texten wiederfindet, macht diese Reise lebendig.

Abschließende Frage an dich:
Welche Momente deines Lebens würdest du in Musik gießen, wenn du die Freiheit dazu hättest?

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Danke, dass ihr diesen Raum betretet, zuhört und mit mir durch die Schatten geht.

Ich wünsch euch eine schöne Zeit … 🌴…🏃


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2 Antworten zu „Zwischen System und Schatten“

  1. Avatar von Prinz Prospero

    Kennst du übrigens die Geschichte, warum Iommi seine Gitarre so tief gestimmt hat?

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  2. Avatar von Prinz Prospero

    Das ist ja das Hauptproblem der Psychoanalyse, dass wir fremde Glaubenssätze in uns verinnerlicht haben, an denen wir zerbrechen. Wir werden von klein auf manipuliert und indoktriniert. Das ist eine große Chance, durch die Kunst dies aufzuzeigen und eventuell zu bewältigen. Aber es erfordert auch harte Arbeit an sich selbst und eine gewisse Intelligenz, weil nur Intelligenz auch Einsicht mitbringt.

    Bornierte Menschen sind kaum zu therapieren. Verzeih, wenn ich das Wort „Therapie“ benutze, aber mir fällt kein anderes ein um diese Nachtstunde. Ich mag übrigens deinen Musikgeschmack. Ich steh auf Doom. ‚Paradise Lost‘ oder gleich zu den Wurzeln: ‚Black Sabbath‘.

    Übrigens hat sich Nietzsche in ‚Zarathustra‘ gerade mit der Fremdbestimmung beschäftigt. Er wollte die alten Tafeln zerschlagen sehen. Die Philosophie mit dem Hammer war geboren: „Gott ist tot“. Ist das nicht genial und zu dieser Zeit?

    Lieben Nachtgruß, Sven

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„People ask me what I do in the winter when there’s no baseball. I’ll tell you what I do. I stare out the window and wait for spring.“

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