Wenn der Wind spricht

When the Winds Spoke

eine Reise mit offenem Herzen 🌬️

Es war einer dieser Morgen, an denen die Welt flüstert, statt zu schreien. Die Sonne hatte sich noch nicht ganz erhoben, und doch lag bereits dieser vertraute Sommerduft in der Luft – ein Hauch von Lavendel, vermischt mit dem trockenen Atem der Garrigue. In der Ferne schlug die Glocke der Église von Montdardier acht Mal, als ob sie mich freundlich daran erinnerte: Du bist wach. Und frei.

Das Fenster stand offen, so wie mein Herz.
Und der Wind – er sprach.

🐺 Loop war fort – doch nie wirklich weg

Mein treuer Gefährte Loop war seit zwei Wochen verschwunden. Kein Halsband, keine Leine. Nur Spuren im Staub. So war er eben. Ein Kind der Wildnis, ein Rebell wie ich. Ich erinnere mich noch, wie er als kleiner Knüschel meine Koje stürmen wollte – ein leiser Dieb der Nacht, der sich schlafend an meine Füße schlich. Ich ließ ihn gewähren, solange er mein Herz nicht stahl. Doch das tat er irgendwann doch.

Und auch wenn er nicht da war – seine Freiheit war stets bei mir.

🥐 Pain au Chocolat & Pläne, die sich selbst schreiben

Mit dem letzten Rest Espresso auf den Lippen und ein paar warmen Pain au Chocolat in der Tasche entschloss ich mich: Ich will nicht zurück ins Bekannte. Kein Notre-Dame-de-Londres heute. Keine Bouillabaisse in Valras-Plage. Nein, es war Zeit, neue Stimmen des Windes zu hören. Vielleicht… Barcelona?

Ein Blick auf die Karte – und los ging’s. On the road again. In meinem treuen, hustenden Adam Vectra GLS. Keine Klimaanlage, aber dafür Charakter. Und Erinnerungen.

🏞️ Quer durch die Pyrenäen: der Atem der Berge

Ich nahm die Route durch die Cévennen und tauchte ein in diese stille Wildnis. Die Berge flüsterten Geschichten von alten Zeiten, von Ziegenhirten und Schmugglern, von Freiheit, die zwischen den Felsen lebt. Je näher ich Spanien kam, desto mehr wurde der Wind zum Lied.

„When the Winds Spoke“ – so nannte ich später das Musikstück, das in meinem Kopf zu wachsen begann. Es war kein gewöhnliches Lied. Es war ein Gespräch. Zwischen mir und dem Wind. Zwischen mir und Loop. Zwischen mir und all dem, was ich einst verloren glaubte – nur um es auf dieser Reise wiederzufinden.

🎧 Jetzt anhören – „When the Winds Spoke“

“I saw a shadow in the firelight –
It had your eyes, my silent friend.
You walked beside me, soundless night,
Until the winds began to bend.”

🏰 Barcelona, Lisboa & die Kunst, sich selbst zu begegnen

In Barcelona angekommen, streifte ich durch die Altstadt. Ich umrundete die Sagrada Família – nicht als Tourist, sondern als Suchender. Ich wusste nicht, wonach ich suchte. Nur, dass ich suchen musste.

Ein paar Tage später landete ich – wie von Geisterhand geführt – in Lisboa. Es war der Geruch nach Rasierseife, der mich in die Barbearia Oliveir führte. Dort, in einem Laden voller Vergangenheit, wurde mein Bart gestutzt. Und meine Seele auch. Als der alte Barbier sein Messer zückte, spürte ich einen Stich, der nichts mit der Klinge zu tun hatte. Ich dachte an Loop. An Freiheit. An Nähe, die keine Leine braucht.

🏕️ Campen unter Sternen, Rückkehr ins Offene

Ich schlug mein Zelt außerhalb der Stadt auf. Die Grillen sangen, und der Wind war wieder da. Ich spürte ihn in meinen Knochen. Und in meiner Musik. Die Nacht war warm, aber mein Herz fröstelte. Ich wusste, Loop war irgendwo da draußen. Vielleicht suchte er mich auch.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Rückweg. Querfeldein. Fünf Tage durch Hitze, Staub und Erinnerungen. Der Motor röchelte, doch Adam hielt durch.

🏡 Zurück in der Maison – und dann…

Als ich schließlich die Haustür öffnete, roch es nach Thymian. In der Küche saß jemand. Nicht Loop. Eine Frau mit dunklen Augen, die mich ansah wie jemand, der lange gewartet hatte. Und dann spürte ich es – ein Zwicken an meiner Wade. Ich drehte mich um.

Loop war zurück.

Er winselte leise, kratzte mich sanft und blickte sie an – als wolle er sagen: „Du kannst ihm vertrauen.“

Und ich tat es. Zum ersten Mal seit Langem.


🗺️ Travelguide „Auf den Spuren des Winds“

Empfohlene Route:

Highlights unterwegs:

Mitnehmen:

  • Notizbuch (für Gedankenflüge)
  • Gitarre oder Musikplayer mit „When the Winds Spoke“
  • Zelt & Kompass (manchmal auch innerlich)
  • Und ja, einen offenen Sinn für Begegnungen

✍️ Und jetzt du…

Kennst du das Gefühl, wenn der Wind dir etwas sagen will?
Wenn du glaubst, verloren zu sein – und doch geführt wirst?

🔻 Schreib mir in die Kommentare oder in deinen Gedanken:
Wo hat dich der Wind zuletzt hingetragen? Und was hat er dir erzählt?

#BarbierUndBarfuß

Ich wünsch Euch eine schöne Zeit [🌴….🏃]


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